ASciNA fordert seine Mitglieder auf, sich mit wegweisenden
wissenschaftlichen Arbeiten für den Forschungspreis zu bewerben. Unter
dem Motto "Forschen in Nordamerika" werden wissenschaftliche
Publikationen ausgezeichnet, die von hoher wissenschaftlicher Exzellenz
sind und wichtige Fragestellungen bearbeiten. Die wissenschafltiche
Arbeit muss keinen Konnex zu Österreich vorweisen, Mitgliedschaft bei
ASciNA ist jedoch Bewerbungsvoraussetzung. Der Preis wurde 2008
erstmalig verliehen und ist insgesamt mit EUR 20.000,- dotiert. Der
Preis wird zu gleichen Teilen in die Bereiche 'Young Scientists‘ und
'Junior PIs' unterteilt.
Ziel des Preises ist es, den Austausch innerhalb ASciNAs zu fördern
und eine wissenschaftliche Brücke zwischen Österreich und Nordamerika zu
bilden. Die Bewertung der eingelangten Anträge erfolgt durch den
Wissenschaftsfonds (FWF), der je nach Antragseingang geeignete Fachjurys
zur Evaluierung einrichten wird. Die Verleihung der ASciNA Preise
erfolgt normalerweise im Herbst im Rahmen des Austrian Science Talks,
die in verschiedenen Städten in Nordamerika (Los Angeles, 12. Okt. 2013) stattfinden bzw. im Rahmen
eines Festaktes durch den Wissenschaftsminister.
Die Arbeit muss nachweislich im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes an einer nordamerikanischen Institution von WissenschafterInnen aus Österreich erstellt und entweder innerhalb von 12 Monaten vor Einreichung publiziert worden sein oder es muss eine Publikationszusage zum Zeitpunkt der Einreichung vorliegen (Nachweis dafür ist im Rahmen der Bewerbung zu erbringen).
BewerberInnen für den ASciNA Forschungspreis müssen für das jeweilige Jahr registriertes und zahlendes ASciNA-Mitglied (jährlicher Mitgliedsbeitrag, regular USD 25.- oder premium $100.-) sein, wobei es keine Anforderungen an die Länge der bestehenden Mitgliedschaft gibt. Es kann pro Person nur eine Bewerbung eingereicht werden.
Die Einreichung erfolgt gebündelt (Mehrfachsendungen zu einer Bewerbung werden nicht akzeptiert) unter http://www.ascina.org/award-
Auch 2012 vergab ASciNA in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) Preise in den beiden Kategorien "Young Investigator" bzw. "Principal Investigator" - jeweils dotiert mit 10.000 Euro. Die Preisverleihung fand heuer im Rahmen des 10-jährigen Geburtstagsfests von ASciNA am 17. Dezember 2012 in den Räumen des Palais Harrach in Wien statt. Die Preise wurden durch Bundesminister o. Univ.-Prof. Dr. Karlheinz TÖCHTERLE überreicht. Zum Anlass der ASciNA Preisverleihung und des 10-Jahres-Jubiläums hatten wir außerdem die Ehre, einige ASciNA Gründungsmitglieder und drei der bisher vier ASciNA Präsidenten zu begrüßen. Eva Schernhammer und Peter Nagele reisten für die Laudation an, um die Preisträgerinnen gebührend vorzustellen.

Personen: v.l.n.r.: Peter Nagele, Hubert Zajicek, Eva Schernhammer, Bernadette Wegenstein, Karlheinz Töchterle, Eva M. Fast, Philipp Marxgut und Philipp Steger. Fotocredit: BMWF/Haslinger
Der Preis für den Young Scientist ging heuer an DI (FH) Eva M. Fast für ihre Arbeit “Wolbachia Enhance Drosophila Stem Cell Proliferation and Target the Germline Stem Cell Niche“ (Science, November 2011). Der Preis für den Junior PI Award ging an Dr. Bernadette Wegenstein für ihre Arbeit über “The Cosmetic Gaze: Body Modification and the Construction of Beauty” (MIT Press, 2012). Bernadette Wegenstein ist derzeit Research Professor an der Johns Hopkins University, am Department of German and Romance Languages and Literature in Baltimore, Maryland, wo sie auch das Center for Advanced Media Studies leitet.
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Die Sprach- und Literaturwissenschaftlerin, Künstlerin, und
Filmemacherin hat sich in ihrer prämierten Arbeit den Schönheitsidealen der
Zeit bis zur Schönheitschirurgie gewidmet. Sie erörtert die Geschichte des
Makeovers mittels des theoretischen Konzepts des "kosmetischen
Blickes" - ein Blick auf den Körper, der von der Technik, den Erwartungen
und den Strategien der Körpermodifikationen informiert und in erster Linie
moralisierend ist, da er Verbesserung erwartet sowohl innerlich wie äußerlich.
In ihrem jüngsten Filmprojekt "The Cure" befasst sie sich ebenfalls
mit dieser Thematik - allerdings im Zusammenhang mit Brustkrebs. Bernadette
Wegenstein lebt gemeinsam mit ihrem Mann und den drei Kindern in
Baltimore. Personen: v.l.n.r.: Hubert Zajicek, Bernadette Wegenstein, Karlheinz Töchterle, Fotocredit: BMWF/Haslinger |
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Die Biotechnologin Eva Fast
ist derzeit mit ihrer Dissertation am Department of Biology der Boston
University beschäftigt.
Sie entführt
uns in die Welt des beliebten
Forschungsmodells
Drosophila. Ihre Arbeit über Wolbachia-Bakterien, die weiblichen Fliegen-Ovarien
infizieren und so eine vermehrte Eiproduktion in den Fliegen induzieren, die
wiederum für die Bakterien-verbreitung verantwortlich ist, klingt zwar wie ein
Zungenbrecher, ist aber tatsächlich ein wichtiger Einblick in den Mechanismus
von bakterieller Infektion. Sie ist Teil des executive teams im Chapter ASciNA Greater
Boston und hat im Rahmen von Ascina auch das Mentoring Programm absolviert. Personen: v.l.n.r.: Hubert Zajicek, Eva M. Fast, Karlheinz Töchterle, Fotocredit: BMWF/Haslinger |
Der schöne Abend wurde auch von Presse entsprechend kommentiert. Hier geht es zur APA-Pressemeldung.
Es gab auch noch ein interessantesInterview im Kurier bzgl. Karriere in USA: “Junge Österreicher an US-Elite-Instituten: hoch geschätzt, hochmotiviert – und mit freundlichem Blick auf die Heimat“.