ASciNA Award 2013

Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) ermöglicht es ASciNA, einen sehr renommierten Preis für "Young Scientists" (Zielgruppe Postdocs) und einen "Junior PI Award" (Zielgruppe Junior Faculty ohne Tenure) auszuloben, um auch hervorragende wissenschaftliche Arbeiten von österreichischen WissenschafterInnen jeglicher Disziplinen, die in Nordamerika (USA, Kanada und Mexiko) forschen, auszuzeichnen. In diesem Sinne wird der ASciNA Forschungspreis auch vom BMWF finanziert und vom Bundesminister verliehen. Es liegt keine Einschränkung der Wettbewerbsfelder vor.

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ASciNA fordert seine Mitglieder auf, sich mit wegweisenden wissenschaftlichen Arbeiten für den Forschungspreis zu bewerben. Unter dem Motto "Forschen in Nordamerika" werden wissenschaftliche Publikationen ausgezeichnet, die von hoher wissenschaftlicher Exzellenz sind und wichtige Fragestellungen bearbeiten. Die wissenschafltiche Arbeit muss keinen Konnex zu Österreich vorweisen, Mitgliedschaft bei ASciNA ist jedoch Bewerbungsvoraussetzung. Der Preis wurde 2008 erstmalig verliehen und ist insgesamt mit EUR 20.000,- dotiert. Der Preis wird zu gleichen Teilen in die Bereiche 'Young Scientists‘ und 'Junior PIs' unterteilt.

Ziel des Preises ist es, den Austausch innerhalb ASciNAs zu fördern und eine wissenschaftliche Brücke zwischen Österreich und Nordamerika zu bilden. Die Bewertung der eingelangten Anträge erfolgt durch den Wissenschaftsfonds (FWF), der je nach Antragseingang geeignete Fachjurys zur Evaluierung einrichten wird. Die Verleihung der ASciNA Preise erfolgt normalerweise im Herbst im Rahmen des Austrian Science Talks, die in verschiedenen Städten in Nordamerika (Los Angeles, 12. Okt. 2013) stattfinden bzw. im Rahmen eines Festaktes durch den Wissenschaftsminister.

Einreichfrist: 14. Juni 2013


Bewerbungsvoraussetzungen:

Die Arbeit muss nachweislich im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes an einer nordamerikanischen Institution von WissenschafterInnen aus Österreich erstellt und entweder innerhalb von 12 Monaten vor Einreichung publiziert worden sein oder es muss eine Publikationszusage zum Zeitpunkt der Einreichung vorliegen (Nachweis dafür ist im Rahmen der Bewerbung zu erbringen).

BewerberInnen für den ASciNA Forschungspreis müssen für das jeweilige Jahr registriertes und zahlendes ASciNA-Mitglied (jährlicher Mitgliedsbeitrag, regular USD 25.- oder premium $100.-) sein, wobei es keine Anforderungen an die Länge der bestehenden Mitgliedschaft gibt. Es kann pro Person nur eine Bewerbung eingereicht werden.

Einreichungsmodalitäten:

Die Einreichung erfolgt gebündelt (Mehrfachsendungen zu einer Bewerbung werden nicht akzeptiert) unter http://www.ascina.org/award-2013. Eine Bewerbung besteht aus folgenden Unterlagen (auf Englisch, außer Punkt 2):

  1. auszuzeichnende Arbeit
  2. veröffentlichungsfähige, populärwissenschaftliche Kurzfassung der eingereichten Arbeit (max. je 1 Seite, in Englisch und Deutsch)
  3. anschauliche Darstellung des eigenen wissenschaftlichen Umfeldes unter besonderer Berücksichtigung des in Nordamerika Erreichten (max. 2 Seiten)
  4. Publikationsliste (die 10 wichtigsten Publikationen)
  5. Lebenslauf (max. 1 Seite)
  6. Erklärung, dass für die vorgelegte Arbeit bisher kein Preis zuerkannt wurde und diese Arbeit auch nicht bei einem anderen Bewerb zeitgleich eingereicht wurde.
  7. Erklärung, dass es sich bei der vorgelegten Arbeit nicht um eine Diplomarbeit, Dissertation, oder Habilitation handelt.
Bei Arbeiten einer kollektiven Erstautorenschaft sind in der Bewerbung eine Einverständniserklärung der MitautorInnen beizulegen sowie der substantiell eigene Beitrag des Bewerbers und sein prägender Anteil am Gesamtwerk klar erkennbar auszuweisen.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen unter award@ascina.at gerne zur Verfügung.


ASciNA Forschungspreis 2012:

Auch 2012 vergab ASciNA in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) Preise in den beiden Kategorien "Young Investigator" bzw. "Principal Investigator" - jeweils dotiert mit 10.000 Euro. Die Preisverleihung fand heuer im Rahmen des 10-jährigen Geburtstagsfests von ASciNA am 17. Dezember 2012 in den Räumen des Palais Harrach in Wien statt. Die Preise wurden durch Bundesminister o. Univ.-Prof. Dr. Karlheinz TÖCHTERLE überreicht. Zum Anlass der ASciNA Preisverleihung und des 10-Jahres-Jubiläums hatten wir außerdem die Ehre, einige ASciNA Gründungsmitglieder und drei der bisher vier ASciNA Präsidenten zu begrüßen. Eva Schernhammer und Peter Nagele reisten für die Laudation an, um die Preisträgerinnen gebührend vorzustellen.

Personen: v.l.n.r.: Peter Nagele, Hubert Zajicek, Eva Schernhammer, Bernadette Wegenstein, Karlheinz Töchterle, Eva M. Fast, Philipp Marxgut und Philipp Steger. Fotocredit: BMWF/Haslinger

Die Preisträgerinnen

Der Preis für den Young Scientist ging heuer an DI (FH) Eva M. Fast für ihre Arbeit “Wolbachia Enhance Drosophila Stem Cell Proliferation and Target the Germline Stem Cell Niche“ (Science, November 2011). Der Preis für den Junior PI Award ging an Dr. Bernadette Wegenstein für ihre Arbeit über “The Cosmetic Gaze: Body Modification and the Construction of Beauty” (MIT Press, 2012). Bernadette Wegenstein ist derzeit Research Professor an der Johns Hopkins University, am Department of German and Romance Languages and Literature in Baltimore, Maryland, wo sie auch das Center for Advanced Media Studies leitet.

Die Sprach- und Literaturwissenschaftlerin, Künstlerin, und Filmemacherin hat sich in ihrer prämierten Arbeit den Schönheitsidealen der Zeit bis zur Schönheitschirurgie gewidmet. Sie erörtert die Geschichte des Makeovers mittels des theoretischen Konzepts des "kosmetischen Blickes" - ein Blick auf den Körper, der von der Technik, den Erwartungen und den Strategien der Körpermodifikationen informiert und in erster Linie moralisierend ist, da er Verbesserung erwartet sowohl innerlich wie äußerlich. In ihrem jüngsten Filmprojekt "The Cure" befasst sie sich ebenfalls mit dieser Thematik - allerdings im Zusammenhang mit Brustkrebs. Bernadette Wegenstein lebt gemeinsam mit ihrem Mann und den drei Kindern in Baltimore.

Personen: v.l.n.r.: Hubert Zajicek, Bernadette Wegenstein, Karlheinz Töchterle, Fotocredit: BMWF/Haslinger

Die Biotechnologin Eva Fast ist derzeit mit ihrer Dissertation am Department of Biology der Boston University beschäftigt. Sie entführt uns in die Welt des beliebten Forschungsmodells Drosophila. Ihre Arbeit über Wolbachia-Bakterien, die weiblichen Fliegen-Ovarien infizieren und so eine vermehrte Eiproduktion in den Fliegen induzieren, die wiederum für die Bakterien-verbreitung verantwortlich ist, klingt zwar wie ein Zungenbrecher, ist aber tatsächlich ein wichtiger Einblick in den Mechanismus von bakterieller Infektion. Sie ist Teil des executive teams im Chapter ASciNA Greater Boston und hat im Rahmen von Ascina auch das Mentoring Programm absolviert.

Personen: v.l.n.r.: Hubert Zajicek, Eva M. Fast, Karlheinz Töchterle, Fotocredit: BMWF/Haslinger

Der schöne Abend wurde auch von Presse entsprechend kommentiert. Hier geht es zur APA-Pressemeldung.

Es gab auch noch ein interessantesInterview im Kurier bzgl. Karriere in USA: “Junge Österreicher an US-Elite-Instituten: hoch geschätzt, hochmotiviert – und mit freundlichem Blick auf die Heimat“.